Beste Wärmepumpe für den Altbau: welche Bauart zu Ihrem Haus passt
Wärmequellen, Hochtemperatur und Hybrid im Vergleich, mit den Förderbedingungen des Bundes und einer Checkliste für Ihre Angebote.
Welche Wärmepumpe ist für den Altbau die beste?
Die beste Wärmepumpe für den Altbau ist die, die mit der Vorlauftemperatur Ihres Hauses effizient arbeitet und zu Grundstück und Nachbarschaft passt. Meist ist das eine Luft-Wasser-Wärmepumpe; wo Bohrung oder Brunnen möglich sind, arbeitet eine Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpe effizienter.
Ein Gerät lässt sich nicht losgelöst vom Haus bewerten. Dieselbe Wärmepumpe kann in einem gedämmten Siedlungshaus hervorragend laufen und in einem unsanierten Bauernhaus viel Strom brauchen. Deshalb steht am Anfang immer die Frage, wie warm das Heizwasser sein muss. Wie Sie das herausfinden, beschreibt die Seite Altbau ohne Fußbodenheizung.
Wärmepumpen für den Altbau im Überblick
Stärken, Grenzen und Förderfähigkeit im Bundesprogramm Kesseltausch 2026, Stand Oktober 2026.
| Bauart | Stärken im Altbau | Grenzen | Bund 2026 |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser | Keine Bohrung, vergleichsweise einfacher Einbau, auch auf kleinen Grundstücken möglich | Effizienz sinkt bei Frost, Außengerät braucht Platz und Abstand zu Nachbarn | Ja, mit € 5.000 Pauschale |
| Sole-Wasser (Erdwärme) | Gleichmäßige Wärmequelle, auch im Winter effizient | Bohrung oder Kollektorfläche nötig, wasserrechtliches Verfahren | Ja, plus € 5.000 Bohrbonus bei neuer Sonde |
| Wasser-Wasser (Grundwasser) | Laut klimaaktiv Jahresarbeitszahl bis 6 | Brunnen, Wasserqualität und Bewilligung erforderlich | Ja, plus € 5.000 Bohrbonus bei neuem Brunnen |
| Hochtemperatur-Gerät | Kann hohe Vorlauftemperaturen für bestehende Heizkörper liefern | Deutlich geringere Effizienz bei hohen Temperaturen | Nur bei max. 55 °C Vorlauf im Wärmeverteilsystem |
| Hybrid Pellet und Wärmepumpe | Pelletkessel deckt die kältesten Tage ab | Zwei Systeme, Lagerraum, höhere Investition | Ja, wenn das System gelistet ist |
| Hybrid Gas und Wärmepumpe | Weiter nutzbarer Gasanschluss | Bleibt teilweise fossil | Nein |
Die Förderung setzt unter anderem eine wassergeführte Wärmeverteilung, max. 55 °C Vorlauf und ein Kältemittel mit GWP bis 750 voraus. Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit einem GWP von 150 bis 750 fällt die Förderung um 20 % niedriger aus.
Welche Wärmepumpe für den Altbau mit Heizkörpern?
Mit Heizkörpern entscheidet die nötige Vorlauftemperatur über die Bauart. Für Häuser, die mit 55 °C oder weniger auskommen, reicht ein übliches Gerät. Der OÖ Energiesparverband empfiehlt als Zielwert eine Jahresarbeitszahl von mindestens 3,5 bei Luft-Wärmepumpen und mindestens 4 bei Erdreich oder Grundwasser. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto eher werden diese Werte erreicht.
Hochtemperatur-Geräte schaffen laut Datenblättern 70 °C und mehr. Eine deutsche Quelle zeigt aber, was das kostet: Bei minus 7 °C fällt die Leistungszahl dort in einem Beispiel von 2,48 (55 °C Vorlauf) auf 1,53 (75 °C Vorlauf). Sinnvoller ist es meist, zuerst die Heizkörper in den kritischen Räumen anzupassen, wie unter Heizkörper für die Wärmepumpe beschrieben.
Beste Wärmepumpe für den Altbau in Österreich
In Österreich sind sowohl heimische als auch internationale Hersteller vertreten. Ihren Sitz in Österreich haben unter anderem Ochsner, IDM, Heliotherm, M-TEC, ÖkoFEN und SOLARFOCUS. Häufig angeboten werden außerdem Geräte von Bosch, Buderus, Vaillant, Viessmann, Stiebel Eltron, Daikin, Mitsubishi, Panasonic, Samsung und alpha innotec. Die Aufzählung ist weder vollständig noch eine Empfehlung; wir arbeiten mit keinem Hersteller zusammen.
Wichtiger als die Marke ist, dass ein Fachbetrieb in Ihrer Nähe das Gerät kennt, es sauber einbaut und im Störungsfall rasch erreichbar ist. Fragen Sie im Angebot nach dem Servicepartner und nach der Verfügbarkeit von Ersatzteilen.
Checkliste: Wärmepumpen-Angebote für den Altbau vergleichen
- Wurde die Heizlast berechnet oder nur geschätzt?
- Welche Vorlauftemperatur legt der Betrieb zugrunde, und ist sie mit 55 °C förderfähig?
- Welche Effizienz nennt der Hersteller bei 55 °C, nicht nur bei 35 °C?
- Welches Kältemittel wird verwendet und welchen GWP hat es?
- Wie laut ist das Außengerät und wo soll es stehen?
- Sind Heizkörpertausch, hydraulischer Abgleich und Speicher im Preis enthalten?
- Wie lange gilt die Garantie, und wer übernimmt Wartung und Service?
Welche Kosten Sie für Gerät und Nebenarbeiten einplanen sollten, lesen Sie unter Wärmepumpe Altbau Kosten.
Fragen zur Wahl der Wärmepumpe im Altbau
Gibt es einen Testsieger unter den Wärmepumpen für den Altbau?
Wir testen keine Geräte und nennen deshalb keine Testsieger. Ein Gerät, das in einem Test gut abschneidet, muss nicht zu Ihren Heizkörpern, Ihrem Grundstück und Ihren Nachbarn passen. Sinnvoller ist es, die Kriterien auf dieser Seite auf die Angebote anzuwenden, die Sie bekommen.
Reicht eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Altbau?
In vielen Fällen ja, sie ist im Bestand eine häufige Wahl. klimaaktiv nennt für Luft-Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von ca. 3 bis 4. Voraussetzung ist, dass das Haus mit nicht zu hoher Vorlauftemperatur auskommt.
Lohnt sich Erdwärme im Altbau?
Erdwärme liefert auch im Winter eine gleichmäßige Wärmequelle und arbeitet deshalb effizienter als Luft. Dafür braucht es Platz für Sonde oder Kollektor und eine Bohrung, die eigene Kosten verursacht. Der Bund fördert eine neue Sonde 2026 mit einem Bohrbonus von € 5.000 (Stand Oktober 2026).
Gibt es Wärmepumpen aus Österreich?
Ja, mehrere Hersteller haben ihren Sitz in Österreich, etwa Ochsner, IDM, Heliotherm, M-TEC, ÖkoFEN und SOLARFOCUS. Daneben bieten viele internationale Marken ihre Geräte in Österreich an. Die Herkunft allein sagt nichts darüber aus, ob ein Gerät zu Ihrem Altbau passt.
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